Die Sparte Volleyball

Sparte Volleyball / Chronik 1995

Mit der Sportart Volleyball konnte der TSV Vaake ab dem Jahre 1981 der sporttreibenden Bevölkerung Reinhardshagens einen weiteren interessanten Mannschaftssport anbieten.

Damals im Frühjahr 1981, wandten sich Gabi Schon, Sabine Schmidt-Hosse, Elke Hait, Anette Wolfarth, Yvonne Roerig, Martina Schon und Petra Klitschke mit der Bitte an den zur damaligen Zeit amtierenden Vorstand, ihr Vorhaben, eine Volleyballmannschaft gründen zu dürfen, zu unterstützen und eine Hallenzeit für den Trainingsbetrieb zu organisieren. Bei den genannten Gründungsmitgliedern handelte es sich um 14- bis 17jährige junge Damen, die aus dem Turnbereich kamen. Der Vorstand des TSV Vaake begrüßte die Initiative, da hierdurch das Angebot des Vereines um eine zusätzliche attraktive Sportart erweitert wurde und stellte der Gruppe in relativ kurzer Zeit eine Trainingszeit in der Schulturnhalle zur Verfügung.

Als Übungsleiter erklärten sich mit Gaby Schon und Elke Hait zwei Sportlerinnen bereit, die das Volleyballspiel während der Schulzeit in einer Arbeitsgemeinschaft des Gymnasiums in Hann. Münden kennengelernt hatten.

Innerhalb kürzester Zeit gelang es den Damen durch gezielte Werbung im Freundes- und Bekanntenkreis, weitere Gleichaltrige für ihr neues Hobby zu begeistern, so daß Ende des Jahres ca. 20 Aktive am Training teilnahmen. Spielerinnen wie Andrea Hetzler, Sabine Berger, Tanja Henkel, Christiane Jeppe, Annette Josef, Sabine Matthes, Kirsten Schmahl, Evelyn Rust und Antje Rehbein waren dem Verein beigetreten und bildeten zusammen mit den Gründungsmitgliedern eine eingeschworene Gemeinschaft.

Am 31.01.1983 wurde offiziell der Antrag zur Aufnahme in den Hessischen Volleyballverband gestellt. Durch die Verpflichtung von Walter Rehbein war es dem Verein gelungen, einen fachlich qualifizierten, lizenzierten Übungsleiter zu gewinnen, der die Spielerinnen durch intensive Trainingsarbeit in die Lage brachte, ab der Serie 83/84 mit einer schlagkräftigen Mannschaft am Spielbetrieb teilzunehmen.

Nach vielen packenden Spielen erreichte die Mannschaft am Serienende einen für alle überraschenden 6. Tabellenplatz in der Kreisklasse C. Mit einem ersten und einem zweiten Platz bei Turnieren konnte die Truppe weitere nicht erwartete Erfolge erringen. Durch die Leistungen ermuntert, fanden im Laufe der Jahre 1983 – 1985 weitere Jugendliche den Weg zum Volleyball. Um für alle optimale Trainingsmöglichkeiten zu schaffen, wurde eine Anfängergruppe, bestehend aus Jungen und Mädchen, gebildet. Die Leitung dieser Gruppe wurde von dem damaligen Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Vaake, Bernd Arlt, übernommen.

Im Jahre 1984 übernahm Harald Sommer das Amt des Spartenleiters von Gaby Schon, die diese Aufgabe von 1981 – 1983 wahrgenommen hatte. In der Serie 84/85 spielten die Volleyballer in der Kreisklasse B und belegten trotz des erheblich höheren Spielniveaus als in der Kreisklasse C einen guten Mittelfeldplatz. Während der Jahreshauptversammlung 1985 wurde Martina Schon für das Spartenleiteramt gewählt.

Doch überall im Leben folgt auf ein Hoch irgendwann ein Tief. Dieses mußte nun auch die noch junge Sparte Volleyball erleben. Die Damen, mittlerweile fast alle im heiratsfähigen Alter, verlegten ihre Interessen auf andere Bereiche des Lebens und standen fortan aus verschiedenen Gründen nicht mehr für den Spielbetrieb zur Verfügung. Die Nachwuchsspielerinnen waren leider nicht in der Lage, die Lücken zu füllen, die durch den Weggang der erfahrenen Leistungsträger entstanden waren. Trotz dieser Problematik konnte der Spielbetrieb während der Spielserie 85/86 bis zum Ende durchgeführt werden.

Der von 1986 – 1988 amtierende Spartenleiter Michael Brandt stellte im Mai 1986 gemeinsam mit dem Vorstand Überlegungen an, wie man diese Durststrecke überwinden könnte. Hieraus resultierte, daß aus einer reinen Damenmannschaft ein Mixed-Team gebildet werden sollte. Leider sah die Hessische Volleyballordnung diese Möglichkeit nicht vor, so daß Verbindung mit dem Niedersächsischen Volleyballverband aufgenommen wurde. Es verging jedoch fast ein Jahr, bis der Hessische Volleyballverband dem am 31.05.1986 gestellten Antrag auf Spielgenehmigung im NVV stattgab. Als es dann endlich zur Serie 86/87 soweit war, daß der Spielbetrieb mit einer Mixedmannschaft in Niedersachsen hätte aufgenommen werden können, wurden die Bestrebungen durch das Ausscheiden der beiden Übungsleiter zunichte gemacht.

Da kurzfristig kein neuer Trainer gefunden werden konnte, verzichtete die Spartenleitung auf die Teilnahme am Spielbetrieb und beschloß, sich vorerst auf den Trainingsbetrieb zu beschränken. Leider zogen sich danach immer mehr Aktive vom Volleyballgeschehen zurück, so daß auch der Trainingsbetrieb zum Erliegen kam.

Die Mitgliedschaft im Verband wurde infolgedessen mit Schreiben vom 14.06.1989 zum Ende des Jahres 1989 aufgekündigt.

Diese negative Entwicklung sollte bis zum Januar 1993 andauern. Dank der Initiative der Jugendleiterin Ellen Köthe findet seit dieser Zeit wieder ein regelmäßiger Trainingsbetrieb in der Schul- bzw. Wesertalhalle statt. Etwa 15 – 20 Mädchen und Jungen werden einmal in der Woche von Bernhard Dörr, einem erfahrenen Volleyballer aus Hofgeismar, mit den Techniken des "Baggerns" und des "Pritschens" vertraut gemacht. In der Anfangsphase wurde er hierbei von Sven Köthe und Sven Patyk unterstützt. Leider ist der Altersunterschied der Trainingsteilnehmer momentan so unterschiedlich, daß eine Teilnahme am Spielbetrieb wenig sinnvoll erscheint. Es ist jedoch beabsichtigt, bei Trainings- und Freundschaftsspielen die notwendige Spielpraxis zu erlangen.

Es bleibt zu hoffen, daß mit dem TSV Vaake auch die Volleyballabteilung noch viele Jahre bestehen bleibt. Möge sie sportliche Erfolge erzielen, aber insbesondere durch den Sport auch das Miteinander weiter fördern.

(Dieser Artikel ist ein Auszug aus der Festschrift zum 100jährigen Bestehen des TSV Vaake. Geschrieben im Jahr 1994/95 von Ellen Köthe und Gerold Wallbach)